Diagnose Thrombose

Diagnose Thrombose

Thrombosen können lebensgefährlich sein, vor allem dann, wenn sie nicht rechtzeitig erkannt werden. Denn sie bergen die Gefahr von Komplikationen, wie der gefürchteten Lungenembolie. Umso wichtiger ist, dass jeder weiß, welche ersten Anzeichen möglicherweise auf eine Thrombose hindeuten können.

Besonders häufig tritt die Thrombose in den Beinen auf. Eine tiefe Beinvenenthrombose beispielsweise wird durch ein schmerzhaftes Ziehen im Bein, durch schwere, sich prall anfühlende und geschwollene Beine gekennzeichnet. In der Beinvene hat sich möglicherweise ein Blutgerinnsel gebildet, denn nichts anderes ist eine Thrombose. Allerdings liegt die betroffene Vene bei der tiefen Beinvenenthrombose nicht direkt unter der Haut, sondern tiefer im Bein. Betroffen von den Schmerzen, die sich teilweise wie ein Muskelkater anfühlen, sich im Laufe der Zeit aber verschlimmern, sind häufig Unterschenkel, Oberschenkel und Leiste. In der Regel treten die Schmerzen wie aus heiterem Himmel auf.

Die klassischen Symptome zeigen sich sowohl morgens als auch abends, je nach Patient. Zudem lassen die Schmerzen nach, wenn man die Beine hochlegt. Wird das Bein auffällig warm oder verfärbt sich die Haut gar ins Bläuliche, können das weitere Hinweise auf eine tiefe Beinvenenthrombose sein. Gerade zu Beginn der Erkrankung können die Symptome auch gänzlich fehlen, deshalb sollten bereits bei den ersten Anzeichen entsprechende Maßnahmen ergriffen und der Arzt aufgesucht werden. Nur wenn die Diagnose und Behandlung rechtzeitig erfolgen, kann der Thrombose noch effektiv entgegengewirkt und Komplikationen vermieden werden.

Welche Ursachen sind für die Beinvenenthrombose verantwortlich?

Die Beinvenenthrombose lässt sich oft nach längerem Bewegungsmangel feststellen. Wer also mehrere Stunden im Flugzeug oder im Bus gesessen hat oder mit Gipsbein im Bett liegt, der ist stärker gefährdet, eine Thrombose zu erleiden. In diesen Fällen haben die Beinvenen eine schwerere Arbeit zu verrichten, das Blut fließt dadurch langsamer zurück zum Herzen und staut sich. Dabei können die Blutplättchen verkleben und es entsteht ein Gerinnsel, der so genannte Thrombus. Dieser verstopft die Vene und engt sie ein.

Weitere Ursachen für die Beinvenenthrombose sind zum Beispiel zu geringe Flüssigkeitsaufnahme oder vorhandene Blutgerinnungsstörungen. Auch durch das Rauchen oder die Einnahme von Hormonpräparaten, wie der Antibaby-Pille, wird das Risiko für die Thrombose erhöht. Gleiches gilt bei vorhandenen Krampfadern, die noch nicht behandelt wurden. In der Regel entsteht die Thrombose jedoch erst, wenn mehrere der genannten Risikofaktoren aufeinander treffen.

Was sollte ich tun, wenn Anzeichen für eine Thrombose vorliegen?

Wer an sich selbst die ersten Anzeichen einer Thrombose feststellt, sollte möglichst Ruhe bewahren. Wichtig ist es jetzt, das Bein so wenig wie möglich zu bewegen und es hoch zu lagern. Übermäßige Anstrengungen sollten vermieden werden. Bei nächtlichen Beschwerden kann man guten Gewissens die Notaufnahme besuchen, treten die Probleme tagsüber auf, kann direkt der Hausarzt konsultiert werden.

Sobald die Diagnose Thrombose steht, wird eine medikamentöse Behandlung eingeleitet. Meist werden dabei Blutverdünner gegeben, so dass der Thrombus sich auflöst. Dann ist allerdings bei anderen medizinischen Behandlungen Obacht zu geben, ebenso wie bei blutenden Wunden.

 

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