Fragen an den Arzt - Part 5

Kann ich durch Schlaf meinen Körper stärken?

Schlafmangel lässt uns nicht nur unkonzentriert, matt und gereizt werden, sondern kann in manchen Fällen sogar zu Erkrankungen führen. Das Schlafbedürfnis hängt von jedem Menschen individuell ab. Es gibt jedoch Strategien, mit einem kurzen Nickerchen die Reserven wieder aufzufüllen und Energie zu tanken.

Wer aus beruflichen oder privaten Gründen nachts zu wenig Schlaf hat, kann sich durch ein kurzes Nickerchen am Tag etwas Power zurückholen. Neueste Untersuchen aus Frankreich zeigen sogar, dass Mittagsschlaf das Immunsystem regeneriert und den Stresspegel senkt.

Ausreichend Schlaf für die eigene Gesundheit

Botenstoffe in Urin und Speichel

In den Untersuchungen wurde festgestellt, dass bereits 30 Minuten Schlaf die negativen Auswirkungen von zu wenig Schlaf ausgleichen können. Besonders durch Schlafmangel in Mitleidenschaft gezogene Botenstoffe des Körpers konnten dadurch wieder geregelt ihre Aufgaben übernehmen.

In der Studie wurden elf Männern im Alter von 25 bis 32 hinsichtlich der auftretenden Effekte eines Nickerchens auf das Immunsystem und den Stresspegel hin untersucht. Die Teilnehmer wurden dabei zwei unterschiedlichen Schlafzyklen ausgesetzt –  mit einem Erholungstag dazwischen. In beiden Fällen durften die Männer nachts nur zwei Stunden schlafen, einmal jedoch konnten sie zusätzlich am nächsten Morgen und Nachmittag für jeweils 30 Minuten ein Nickerchen machen. Wie der Körper auf diese kleine Umstellung reagiert, maßen die Forscher anhand von bestimmten Biomarkern im Speichel und Urin – darunter Interleukin-6, Katecholamine, Norepinephrine, Noradrenalin und Dopamin.

 

Stresshormone sinken

Die Ergebnisse zeigen, dass nach einer kurzen Nacht bei den Teilnehmern die Konzentration des Stresshormons Noradrenalin um das 2,5-fache angestiegen war. Die kurzen Schlafphasen am Morgen bzw. Nachmittag ließen die Werte aber wieder sinken. Noradrenalin spielt eine große Rolle bei der Stressreaktion: Es erhöht die Herzfrequenz, den Blutdruck und den Blutzucker. Auch das Immunsystem konnte von dem kurzen Powerschlaf profitieren. So normalisierten sich die Interleukin-6-Werte, wichtige Botenstoffs die das Immunsystem unterstützen.

Fazit: Ein kurzer Mittagsschlaf hilft Ihnen also nicht nur wieder fitter, konzentrierter und ausgeglichener zu sein, sondern ist auch gut für Ihre Gesundheit. Trotzdem sollten Sie darauf achten, ausreichend zu schlafen, denn über einen längeren Zeitraum führt Schlafmangel zu ernsthaften Erkrankungen.


Wie auf Potenzprobleme reagieren?

Das Wichtigste ist, dass Sie ruhig und entspannt reagieren. Wenn der Partner von sich aus auf Sie zukommt, dann nehmen Sie sich unbedingt viel Zeit für das Gespräch. Selbst wenn Sie gerade beschäftigt sind – lassen Sie es liegen und konzentrieren Sie sich voll und ganz auf Ihren Partner und sein Problem. Beim Gespräch selbst sollten Sie auf jeden Fall sachlich bleiben und nicht mit Vorwürfen kommen. Setzen Sie ihn auch nicht unter Druck oder verharmlosen das Problem. Seien Sie sich gewiss, dass der Schritt mit Ihnen zu reden ihm alles andere als leicht gefallen ist – und das dies Mut erfordert.

Seien Sie eine Hilfe für Ihren Partner. Am besten suchen Sie gemeinsam eine Lösung, denn hinter Erektionsproblemen können sich auch ernsthafte Erkrankungen verbergen. Wenn möglich, gehen Sie beide gemeinsam zu Arzt. So können Sie die Krankheitsgeschichte auch aus Ihrer Sicht erzählen und bei der Ursachenforschung helfen. Nebenbei erfahren Sie alles zur Behandlung und der möglichen Therapie aus erster Hand und sind Ihrem Partner in diesem ersten wichtigen Gespräch ein sicherer Rückhalt.

Gesundheitsratgeber - Potenzprobleme offen ansprechen und lösen

Sprechen Sie offen mit Ihrem Partner darüber und sagen Sie ihm, dass sie gern mit zum Arzt möchten um gemeinsam dieses Problem durchzustehen. Wenn Ihr Partner das nicht möchte, respektieren Sie seinen Wunsch und ziehen Sie sich nicht zurück. Ihr volle Unterstützung ist wichtig in dieser Ausnahmesituation.

Potenzprobleme sind nicht nur einfach Erektionsstörungen die Sex verhindern, sondern können auch Anzeichen ernsthafter Erkrankungen sein. Von daher sollten Sie auch an die Gesundheit Ihres Partners denken und Hilfe durch einen Arzt einholen. Nicht jeder Mann ist sofort dafür zu haben, also geben Sie ihm notfalls auch etwas Zeit. Medizin ist zwar in vielen Fällen Wissenschaft, doch gerade bei solchen Beschwerden spielt der menschliche Faktor eine große Rolle.


Depressionen durch Vitamin-D Mangel

Haben Sie das nasskalte, graue Wetter auch schon satt? Spätestens ab November, besonders aber in den Wintermonaten geht der Spiegel des Sonnenvitamins D im Körper nach unten. Neueste Studien belegen jetzt, dass es einen Zusammenhang zwischen Vitamin-D Mangel und den bekannten Winterdepressionen gibt.

Die Wissenschaftler der University of Georgia kamen dabei zu dem Schluß, dass Vitamin-D Mangel zumindest indirekt psychische Erkrankungen auslösen kann und somit auch verantwortlich ist für Depressionen. Im Folgenden 4 Fakten die diesen Schluß nahelegen.

  • Der Vitamin-D-Spiegel im Körper schwankt im Jahresverlauf. Während im Sommer die meisten Menschen einen hohen Anteil Vitamin-D im Blut haben, ist er im Winter sehr gering.
  • Schon länger durch entsprechende Studien belegt: Menschen mit Depressionen haben einen geringeren Anteil von Vitamin-D im Blut. Auch andere psychische Erkrankungen werden durch den mangel an Vitamin-D gefördert, so steigt das Risiko für eine Schizophrenie um über das 2-fache.
  • Vitamin-D spielt eine wichtige Rolle bei der Produktion von Serotonin und Dopamin. Diese beiden Stoffe stehen im Verdacht, für Depressionen verantwortlich zu sein, denn entsprechende Patienten haben zu wenig davon im Blut.
  • Im Hypothalamus gibt es viele Bindestellen für Vitamin D. Diese Hirnregion steuert vor allem unsere biologische Uhr und ist damit auch für unser Wohlbefinden verantwortlich.

 

Depressionen als Erkrankung

 

Müde und kraftlos im Alltag

Winterdepressionen werden als saisonal abhängige Depressionen (SAD) eingestuft, die jährlich wiederauftreten und dies vor allem in der dunklen Jahreszeit. In der Regel fangen Sie mit dem Beginn der Herbstmonate an und enden dann im Frühjahr. Während dieser Zeit klagen betroffene Menschen über fehlende Kraft und Energie, über Traurigkeit und fehlende Ziele. Häufig wird dann auch zu viel gegessen, vor alem Süßigkeiten, so dass auch das Gewicht zunimmt. Zu den weiteren Symptomen gehören ein erhöhtes Schlafbedürfnis und eine allgemeine Antriebslosigkeit.

Sollten diese Symptome über einen längeren Zeitraum bei Ihnen auftreten oder in den letzten Jahren mehrfach aufgetreten sein, dann suchen Sie Rat bei Ihrem Arzt. Depressionen sind eine Krankheit – und Sie können erfolgreich behandelt werden.

In den nächsten Monaten werden wir regelmässig neue Informationen auf unseren Gesundheitsportal veröffentlichen und Ihnen hoffentlich Anlaufstelle, Hilfe und Ratgeber sein.


Übergewicht durch zu volle Teller

Fast Food hat einen denkbar schlechten Ruf – zu fett, zu salzig und vor allem zu viel davon. Doch wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass es beim Asiaten um die Ecke oder beim gemütlichen Wirtshaus nicht besser aussieht, und die Mahlzeiten viel zu üppig ausfallen.

Gerade die XXL-Angebote an Pizzas, Burgern und  und Woppern, die Cola in Übermaß, schon lange stehen die Fast Food-Anbieter in der Kritik, weil sie zur ungesunden Ernährung und auch an zu viel Essen verführen. Forscher haben jedoch herausgefunden, dass es bei klassischen Restaurants gar nicht viel besser aussieht. Sie haben die Kalorienmenge normaler Restaurants mit denen von Fast Food-Anbietern und exotischen Restaurants verglichen.

Hilfe für Ihre Gesundheit - die richtige Ernährung

Krank durch falsche Ernährung

Die Liste von gesundheitlichen Risiken die durch falsche Ernährung entstehen ist lang. Von Diabetes, über Krebs bis hin zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen – viele Erkrankungen und Beschwerden sind auf die falsche Ernährung zurück zu führen. Das Fast Food damit in Zusammenhang steht ist schon lange bekannt, dass aber auch Mahlzeiten der klassischen Restaurants ungesund sind, hat bisher wenig Beachtung gefunden.

 

So haben kanadische Forscher in umfangreichen Studien Tests zum Energiewert der Mahlzeiten gemacht und dabei Erstaunliches zu Tage gefördert. Im Durchschnitt enthielt eine Mahlzeit einen Energiewert von 1128 Kilokalorien. Bei einem täglichen Bedarf von 2000 Kilokalorien ist damit schon über die Hälfte abgedeckt. Genehmigt man sich jedoch noch ein Dessert dazu, spült nebenbei noch ein Glas Cola hinunter, ist der Kalorienbededarf eines ganzes Tages gedeckt. So gut so schön, würde es sich dabei nicht um eine einzige Mahlzeit handeln.

Fettige Nahrung

In den Tests wurde auch die Zusammensetzung der Nahrung näher untersucht. Durchschnittlich 58 Gramm Fett enthielt das Essen. An den enthaltenen Kalorien war das Fett somit zu 45 Prozent beteiligt, bei einer empfohlenen Menge von 20-35 Prozent. Zusätzlich war der größte Teil davon ungesättigte Fettsäuren, die alles andere als gesund sind.

Das Salz ungesund ist steht schon länger fest. In den Restaurants hat sich das aber noch nicht herumgesprochen. In 80 Prozent der Mahlzeiten war bereits die empfohlene Höchstmenge von 1500 Milligramm Natrium pro Tag enthalten. Bei 50 Prozent der Mahlzeiten gab es bereits eine Überversorgung. Durchschnittlich 2279 Milligramm Salz – Ihr Blutdruck wird sich bedanken. Fazit also "Im Durchschnitt enthielt eine einzelne Mahlzeit mehr als eine ganze Tagesration Salz und fast die gesamte Ration an Fett, die für den Tag empfohlen wird", warnen die Forscher.

Wie üppig die Mahlzeiten hingegen ausfilene, war von Küche zu Küche recht verschieden. Der Japaner macht es eher bescheiden, die Italienische Küche tischt eher üppig auf. Oft reicht dort schon ein einziger Teller um den ganzen Tagesbedarf zu decken.

Gesunde, italienische Küche

Achten Sie auf kleinere Portionen

In Deutschland sieht die Lage im großen und ganzen nicht anders aus. Ilse Aigner, ehemalige Bundesverbraucherschutzministerin, rief zu kleineren Portionen in Restaurants und Kantinen auf. Zwar ging es in ihrem Aufruf weniger um die gesunde Ernährung und mehr um die Eindämmung der Wegwerf-Gesellschaft, aber kleinere Portionen seien auch besser für die Figur und die Gesundheit.

Achten Sie bei Ihrem nächsten Restaurant-Besuch darauf, wie groß die Portionen ausfallen. Größere Portionen verführen dazu auch mehr zu essen – und das ist eben ungesund. Auch wenn es dem menschlichen Geist widerstrebt etwas auf dem Teller zu lassen, um Ihrer Gesundheit zu helfen ist es besser.


Diagnose Thrombose

Thrombosen können lebensgefährlich sein, vor allem dann, wenn sie nicht rechtzeitig erkannt werden. Denn sie bergen die Gefahr von Komplikationen, wie der gefürchteten Lungenembolie. Umso wichtiger ist, dass jeder weiß, welche ersten Anzeichen möglicherweise auf eine Thrombose hindeuten können.

Besonders häufig tritt die Thrombose in den Beinen auf. Eine tiefe Beinvenenthrombose beispielsweise wird durch ein schmerzhaftes Ziehen im Bein, durch schwere, sich prall anfühlende und geschwollene Beine gekennzeichnet. In der Beinvene hat sich möglicherweise ein Blutgerinnsel gebildet, denn nichts anderes ist eine Thrombose. Allerdings liegt die betroffene Vene bei der tiefen Beinvenenthrombose nicht direkt unter der Haut, sondern tiefer im Bein. Betroffen von den Schmerzen, die sich teilweise wie ein Muskelkater anfühlen, sich im Laufe der Zeit aber verschlimmern, sind häufig Unterschenkel, Oberschenkel und Leiste. In der Regel treten die Schmerzen wie aus heiterem Himmel auf.

Die klassischen Symptome zeigen sich sowohl morgens als auch abends, je nach Patient. Zudem lassen die Schmerzen nach, wenn man die Beine hochlegt. Wird das Bein auffällig warm oder verfärbt sich die Haut gar ins Bläuliche, können das weitere Hinweise auf eine tiefe Beinvenenthrombose sein. Gerade zu Beginn der Erkrankung können die Symptome auch gänzlich fehlen, deshalb sollten bereits bei den ersten Anzeichen entsprechende Maßnahmen ergriffen und der Arzt aufgesucht werden. Nur wenn die Diagnose und Behandlung rechtzeitig erfolgen, kann der Thrombose noch effektiv entgegengewirkt und Komplikationen vermieden werden.

Welche Ursachen sind für die Beinvenenthrombose verantwortlich?

Die Beinvenenthrombose lässt sich oft nach längerem Bewegungsmangel feststellen. Wer also mehrere Stunden im Flugzeug oder im Bus gesessen hat oder mit Gipsbein im Bett liegt, der ist stärker gefährdet, eine Thrombose zu erleiden. In diesen Fällen haben die Beinvenen eine schwerere Arbeit zu verrichten, das Blut fließt dadurch langsamer zurück zum Herzen und staut sich. Dabei können die Blutplättchen verkleben und es entsteht ein Gerinnsel, der so genannte Thrombus. Dieser verstopft die Vene und engt sie ein.

Weitere Ursachen für die Beinvenenthrombose sind zum Beispiel zu geringe Flüssigkeitsaufnahme oder vorhandene Blutgerinnungsstörungen. Auch durch das Rauchen oder die Einnahme von Hormonpräparaten, wie der Antibaby-Pille, wird das Risiko für die Thrombose erhöht. Gleiches gilt bei vorhandenen Krampfadern, die noch nicht behandelt wurden. In der Regel entsteht die Thrombose jedoch erst, wenn mehrere der genannten Risikofaktoren aufeinander treffen.

Was sollte ich tun, wenn Anzeichen für eine Thrombose vorliegen?

Wer an sich selbst die ersten Anzeichen einer Thrombose feststellt, sollte möglichst Ruhe bewahren. Wichtig ist es jetzt, das Bein so wenig wie möglich zu bewegen und es hoch zu lagern. Übermäßige Anstrengungen sollten vermieden werden. Bei nächtlichen Beschwerden kann man guten Gewissens die Notaufnahme besuchen, treten die Probleme tagsüber auf, kann direkt der Hausarzt konsultiert werden.

Sobald die Diagnose Thrombose steht, wird eine medikamentöse Behandlung eingeleitet. Meist werden dabei Blutverdünner gegeben, so dass der Thrombus sich auflöst. Dann ist allerdings bei anderen medizinischen Behandlungen Obacht zu geben, ebenso wie bei blutenden Wunden.

 


Vorsorgeuntersuchungen für Jugendliche

Wenn man jung ist, verschwendet man kaum einen Gedanken daran, krank zu sein geschweige denn an Vorsorgeuntersuchungen. Dabei kann es gar nicht schaden, in regelmässigen Abstanden sich vom Arzt durchchecken zu lassen und somit Gesundheitsrisiken vorzubeugen.

Die Vorsorgeuntersuchung J1

Alle Krankenkassen zahlen für Jugendliche im Alter zwischen 12-14 Jahren die Vorsorgeuntersuchung J1. Dabei wird zunächst der Körper untersucht, d.h. die Körpergröße und das Körpergewicht kontrolliert, überprüft ob alle notwendigen Impfungen gemacht wurden, sopwie Proben von Blut und Urin analysiert.

Zudem wird die sexuelle Entwicklung überprüft, der Zustand der Organe, des Skeletts und der Sinnesorgane (Hören, Sehen). Er kann auf diese Weise recht schnell festellen, ob ein schneller Wachstumsschub zu Fehlhaltungen geführt hat. Im Gespräch kann der Arzt auch auf die seelische Gesundheit achten, ob es Anzeichen einer Depression gibt oder für Essstörungen. Gerade in der Pubertät können diese Erkrankungen häufiger auftreten.

Für Jugendliche ist wichtig zu wissen, dass Sie bei dieser Untersuchung auch ganz offen Fragen zur Sexualität, zur Verhütung, Rauchen oder Drogen stellen können. In solchen Gesprächen müssen die Eltern nicht dabei sein und wie bei jedem Arzt unterliegen diese Gespräche der ärztlichen Schweigepflicht.

Die Vorsorgeuntersuchung J2

Als weiterführende Vorsorgeuntersuchung für Jugendliche zwischen 16-17 gibt es die J2. Hier geht es mehr um das Erkennen und Behandeln von Pubertäts- und Sexualitätsstörungen, von Haltungsschäden und Kropfbildung. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Diabetes-Vorsorge, da diese Stoffwechselkrankheit das weitere Leben nachhaltig mitbestimmen kann. Im Vergleich zur J1 bezahlen allerdings nicht alle Krankenkassen die J2. Im Zweifelsfall sollte man sich also erkundigen, ob die Kosten übernommen werden.



Diagnose Borreliose

Als Borreliose wird eine Gruppe von Infektionskrankheiten bezeichnet, die durch Borrelien, eine bestimmte Bakterienart, ausgelöst werden. In Deutschland ist diese Erkrankung hauptsächlich durch die Zecke bekannt und besonders in Süddeutschland gefährlich. Dabei wird die Krankheit nicht durch den eigentlichen Zeckenstich übertragen, sondern erst wenn die Zecke sich mit Blut vollgesogen hat und somit satt ist. Nach etwa 24 Stunden ist mit einem deutlichen Anstieg des Infektionsrisiko´s zu rechnen, da dann in der Regel Zecken sich vollgesogen haben.

Ist die Zecke satt, würgt sie einen Teil des Mageninhalts in die Wunde, und damit auch das Bakterium Borrelia burgdorferi. Sollten Sie also einen Zeckenbiss haben, entfernen Sie die Zecke so schnell wie möglich um eine Infektion zu vermeiden. Quetschen Sie die Zecke nicht, verwenden Sie auch kein Öl oder andere Substanzen. Das Risiko das die Zecke erstickt und in Gefahr ihren Mageninhalt hervorwürgt, und damit in die Wunde, ist zu groß. Im Zweifelsfall lassen Sie die Zecke von einem Arzt entfernen.

Wo kann ich mich anstecken?

Zecken bevorzugen Gräser, Blätter sowie Gebüsche. Dort warten sie so lange, bis ein Mensch oder Tier vorbeikommt und sie sich darauf fallen lassen können. Sie wandert dann zu warmen, feuchten, dunklen Stellen des Körpers, etwa die Schamregion oder die Achseln. Natürlich können sie aber auch jede andere Stelle des Körpers nehmen um sich festzubeißen. Mit zunehmendem Alter der Zecke steigt auch das Risiko, dass sie Borreliose-Erreger in sich trägt. Grund dafür ist, dass sich die Zecke erst selbst mit dem Erreger infizieren muss, z.B. an kleinen Nagetieren.

Die Hauptübertragungszeit ist zwischen Mai und Juni. Da Zecken in ganz Deutschland vorkommen, kann die Krankheit überall auftreten, jedoch ist sie im Süden Deutschland´s besonders häufig zu finden. Borreliose ist die am häufigsten auftretende durch Zecken verursachte Infekionskrankheit in Deutschlands, jedoch gibt es noch immer keinen Impfschutz dagegen.

Was passiert bei einer Infektion?

Das Borreliose-Bakterium ist clever. Es hat einige Mechanismen um sich vor dem menschlichen Immunsystem zu verstecken. Es kann seine Oberfläche so verändern, dass das Immunsystem Schwierigkeiten bekommt den Erreger immer wieder neu zu erkennen. Außerdem versteckt es sich oft in Bereichen vom Körper, die nur sehr schlecht vom Immunsystem kontrolliert werden könne, z.B. das Gehirn oder Gelenke. Das Tückische an der Krankheit ist auch, dass sie noch nach langer Zeit auftreten kann, wenn der eigentliche Zeckenbiss schon lange zurückliegt.

Wie kann ich mich schützen?

Schützen können Sie sich vor Borreliose nur vor dem eigentlichen Zeckenbiss, sowie den Zeitraum von Zeckenbiss zur Entfernung der Zecke. Gerade bei Menschen die sich viel in Wald und Natur aufhalten, wurde ein vermehrtes Infektionsrisiko festgestellt.

Sie sollten daher möglichst lange, helle Kleidung tragen, da Zecken auf hellem Untergrund besser zu erkennen sind. Ebenfalls zu empfehlen sind entsprechende Zeckenschutzmittel, auch wenn diese keinen vollständigen Schutz bieten können. Am Abend, am besten beim Duschen sollten Sie Ihren Körper gründlich nach Zecken absuchen und möglichst schnell entfernen. Eine vorsorgliche Einnahme von Antibiotika wird in Deutschland nicht empfohlen.





Beipackzettel lesen

Forscher untersuchten 8.000 Teilnehmer, die älter als 50 Jahre alt waren, auf ihr medizinisches Leseverständnis. In der Studie wurden ihnen ein Auszug aus dem Beipackzettel des bekannten und weit verbreiteten Aspirins vorgelegt. Danach mussten sie vier einfache Testfragen zum Inhalt beantworten.
 
Es ist kein Scherz: Wer die Beipackzettel von Medikamenten nicht versteht, stirbt eher!
 
Vor 2 Monaten kam eine Studie auf den Markt in der Teilnehmer Fragen zu Packungsbeilagen beantworten mussten. Obwohl sie im Beipackzettel nachlesen durften, hatte jeder dritte Teilnehmer Probleme die Fragen zu beantworten. Untersuchungen haben ergeben, dass die Studienteilnehmer mit schlechtem Leseverständnis ein um 40% höheres Risiko hatten in den folgenden 5 Jahren zu sterben, als diejenigen Teilnehmer die alle Antworten richtig hatten.  Hatte ein Teilnehmer nur eine falsche Antwort, hat sich das Sterberisiko um 15% erhöht.

In der Studie wurden alle sozioökonomischen Aspekte und mentale Probleme wie Altersdemenz statistisch bereinigt. Das Sterberisiko bei den Teilnehmern mit schlechtem Leseverständnis lag aber immernoch um 25% höher als bei der Personengruppe, die alle Antworten richtig gegeben hatten.

Als Schlußfolgerung wurde festgestellt, dass 1/3 der älteren Menschen Schwierigkeiten hatten die medizinischen Informationen zu lesen und auch zu verstehen. In der Folge war ein schlechtes Leseverständnis mit einem höheren Sterberisiko verbunden. Das Fazit: Die Informationen auf den Beipackzetteln der Medikamente sollten gezielter auf die Anforderungen und Möglichkeiten älterer Menschen angepasst werden, mitunter einfacher und verständlicher beschrieben werden.
 
 


Die Brustvorsorge Untersuchung

Die Selbstuntersuchung der Brüste ist für Frauen die beste Methode um evtl. Knoten selbst aufspüren zu können. In Deutschland entdecken die meisten Frauen den Brustkrebs selbst, auch wenn nur wenige Frauen Monat für Monat ihre Brüste abtasten. Ganz unabhängig vom Alter sollte jede Frau regelmässig eine Selbstuntersuchung durchführen und somit die Chancen erhöhen rechtzeitig Brustkrebs (Mammakarzinom) zu erkennen. In einem frühen Entwicklungsstadium kann der Brustkrebs leicht und erfolgreicher behandelt werden.

Wann soll ich die Selbstuntersuchung durchführen?

Am besten führen Frauen die Selbstuntersuchung eine Woche nach der Regelblutung durch, da dann die Brüste besonders weich sind. Ist der Monatszyklus zu Ende, schwellen die Brüste unter dem Einfluss von Hormonen an, das Drüsengewebe wird härter und kann sich mitunter auch knotig anfühlen. Eine hilfreiche Untersuchung ist dann wesentlich schwieriger.

Auch Frauen die in den Wechseljahren sind sollten einmal im Monat ihre Brüste auf Knoten hin untersuchen. Wichtig ist, dass Sie sich genügend Zeit nehmen. Wenn Sie nur mal "zwischendurch" Hand anlegen werden Sie bei einer flüchtigen Untersuchung evtl. etwas übersehen. Lassen Sie sich Zeit und tasten Sie Ihre Brust entspannt, konzentriert und in aller Ruhe ab.

Spieglein Spieglein an der Wand

Niemand, weder Männlein noch Weiblein ist absolut symmetrisch gebaut. Es ist also völlig normal, wenn die eine Brust größer sein sollte als die andere oder die Form nicht ganz übereinstimmt. Schauen Sie in den Spiegel und Sie werden die Unterschiede sehen. Machen Sie sich deswegen keine Sorgen.

Mit nackten Oberkörper stehen Sie gut beleuchtet vor dem Spiegel und lassen die Arme locker herunterhängen. Betrachten Sie Ihre Brüste genau und zwar von vorn als auch von den Seiten und beantworten Sie für sich die Fragen:

  • Stellen Sie eine Veränderung zur letzten Untersuchung fest, z. B. die Form oder Größe Ihrer Brüste oder hat sich die Haut verändert?
  • Bemerken Sie Einziehungen der Haut oder der Brustwarzen, die Sie jetzt das erste Mal wahrnehmen?
  • Haben Sie Vorwölbungen, Rötungen oder eine sogenannte „Orangenhaut“ mit sichtbaren Poren?

Heben Sie nun langsam die Arme und beobachten Sie Ihr Spiegelbild. Achten Sie besonders auf Ihre Brustwarzen und wiederholen Sie ruhig die Bewegung.

  • Ziehen sich Ihre Brüste ungleichmäßig nach innen?
  • Bilden sich während der Bewegung Einziehungen auf der Haut?
  • Achten Sie bei der Untersuchung auch die Umschlagfalte, den unteren Rand der Brust.

Abtasten im Stehen

Mit der flachen Hand tasten Sie nun systematisch Ihre Brust ab. Heben Sie den rechten Arm, um dann mit der linken Hand die rechte Brust abzutasten und umgekehrt. Beim Tasten bewegen Sie Ihre Finger ganz leicht gegeneinander. Auf diese Weise können Sie evtl. Knoten entdekcen die unterschiedlich tief im Gewebe sitzen.

Fangen Sie mit der Selbstuntersuchung am äußeren oberen Rand an und arbeiten sich spiralförmig bis zur brustwarze vor. Vergessen Sie die Brustwarze nicht und drücken Sie ganz vorsichtig. Sollte dabei Flüssigkeit austreten achten Sie auf Farbe und beschaffenheit.

Der Rand des Brustmuskels in Richtung Achselhöhle und auch die Achselhöhle selbst sind wichtig bei der Untersuchung. Lymphknoten zu ertasten ist normal und hat meistens harmlose Gründe. Sollte Ihnen dennoch ein auffälliger Knoten Sorge bereiten, sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber. Auffällig heißt ein knoten der mehr als ein Zentimeter groß ist, wenn der Knoten nur auf einer Seite auftritt und vor allem wenn er vorher noch nicht da war.

Abtasten im Liegen

Legen Sie sich nun hin und wiederholen Sie den Abtast-Vorgang. Legen Sie ein kleines Kissen unter die Schulter auf der Seite, deren brust Sie untersuchen wollen. dadurch wird die Brust flacher und lässt sich einfacher untersuchen. Tasten Sie nun wieder von außen beginnend ab und arbeiten sich bis zur Brustwarze vor. Ebenso sollten die Achselhöhlen untersucht werden.

Und nun?

Erschrecken Sie nicht wenn sich das Brustgewebe knubblig anfühlt. Besonders jüngere Frauen habe eine feste, oft knotige Brust und erst mit dem Älterwerden wird das Drüsengewebe durch Fettgewebe ersetzt. Das ist auch der Grund, warum die Brüste mit zunehmendem Alter weicher werden.

Ansonsten gilt es, dass Sie Erfahrung sammeln und somit lernen, evtl. Veränderungen an Ihrer Brust feststellen zu können. Lassen Sie sich Zeit und werden Sie durch regelmässiges Abtasten vertraut mir Ihrer Brust. Sollten Sie etwas ungewöhnliches feststellen – keine Panik. Machen Sie einen Termin bei Ihrem Arzt aus und er wird genau klären können um was es sich handelt. Wenn Sie regelmässig die Vorsorgeuntersuchung durchführen, werden Sie frühzeitig evtl. Knoten erkennen und somit rechtzeitig handeln können. Bewahren Sie Ruhe und fragen Sie Ihren Arzt nach Hilfe oder Tipps.


 

Reisekrankheit vorbeugen

Die meisten Menschen nutzen die Sommerzeit für einen ausgiebigen Urlaub. Exotische Länder locken ebenso wie Entspannung und Ruhe – wenn denn die bekannte Reisekrankheit nicht zuschlagen würde. Im Folgenden erhalten Sie Tipps und Hilfe um der Reisekrankheit vorzubeugen. Ganz einfache Maßnahmen um den ungewünschten Reisebegleiter abzuschwächen oder ganz zu vermeiden. Da nicht jeder für die Reisekrankheit anfällig ist sollten Sie diese Punkte nur beachten wenn Sie selbst schon davon betroffen waren.

  • Vermeiden Sie Alkohol, auch am Abend vor der Abreise. Ebenso sollten Sie auf Koffein verzichten oder zumindest auf eine kleine Tasse Kaffee beschränken.
  • Vor Reiseantritt sollten Sie nur eine leichte, fettarme Mahlzeit zu sich nehmen, wie einen Obstsalat oder belegte Brötchen.
  • Wenn möglich, fahren Sie bei einer Autoreise selbst. Autofahrern wird normalerweise nicht übel, da sie konzentriert den Blick auf die Strasse halten müssen.
  • Wenn Sie per Bus oder Bahn fahren, wählen Sie einen Platz in Fahrtrichtung, wenn möglich am Fenster.
  • Bei einer Reise mit dem Flugzeug sind Plätze in Höhe der Tragflächen am besten. Die beste Wahl ist ein Platz direkt am Gang, damit Sie zwischendurch mal ein paar Schritte auf und ab gehen können.
  • Sollten Sie Medikamente gegen die Reisekrankheit einnehmen, dann am besten ca. 30 bis 60 Minuten vor Reisebeginn, denn dann sind sie am wirkungsvollsten. Vergessen Sie jedoch nicht den Beipackzettel vorher zu lesen bzw. sich von Ihrem Arzt oder Apotheker informieren zu lassen.