Informationen zur Eizellenspende

Informationen zur Eizellenspende

Die künstliche Befruchtung im Reagenzglas gilt als das bekannteste Verfahren der Reproduktionsmedizin. Seit 1978 das erste „Retortenbaby“ gesund zur Welt kam, haben mit der Methode des Nobelpreisträgers Robert Edwards Millionen Paare ihren Traum vom Wunschkind verwirklichen können. Erfahren Sie hier, was mit einer solchen Behandlung auf Sie zukommt: Was ist das Eizellenspende, was sind die Voraussetzungen und was kostet eine In-Vitro-Fertilisation?

Bei der In-Vitro-Fertilisation (IVF) findet die Befruchtung nicht im Körper der Frau statt, sondern „künstlich“ im Labor. Der Frau werden dazu befruchtungsfähige Eizellen entfernt und mit dem Samen des Mannes in einem Glasschälchen zusammengebracht. Erst nach der erfolgreichen Fertilisation in Vitro werden bis zu drei befruchtete Eizellen wieder in die Gebärmutter der Frau eingepflanzt.

Wann wird die IVF empfohlen?

Die IVF wird vor allem Frauen empfohlen, deren Eileiter in ihrer Funktion beeinträchtigt oder komplett verschlossen sind, so dass der Transport der Eizelle nach dem Eisprung auf dem Weg zur Gebärmutter behindert oder nicht möglich ist. Eine Endmetriose (Vorkommen von Gebärmutterschleimhaut außerhalb der Gebärmutter) kann die Fruchtbarkeit der Frau ebenfalls so stark vermindern, dass eine Schwangerschaft auf natürlichem Weg nicht möglich ist. Zu einer IVF können Ärzte aber auch raten, wenn:

  • eine immunologisch bedingte Unfruchtbarkeit vorliegt
  • der Mann unter Fruchtbarkeitsstörungen leidet
  • oder das Paar aus unerklärlichen Ursachen nicht schwanger wird

Der Traum vom Wunschkind

Was sind die Voraussetzungen?

Um eine In-Vitro-Fertilisation erfolgreich durchzuführen, muss die Frau eine gesunde Gebärmutter und einen regelmäßigen Monatszyklus mit Eisprung haben. Die Qualität der männlichen Spermien sollte so gut sein, dass aus dem Ejakulat genügend bewegliche Spermien gewonnen werden können.

Erfolgschancen und Kosten

Nach dem deutschen IVF-Register liegt die Erfolgsrate dieser Art der künstlichen Befruchtung zwischen 15-20 Prozent pro Behandlungszyklus. Nach der vierten Behandlung sind etwa 70 Prozent der Frauen schwanger. Der Erfolg ist dennoch nicht garantiert: Die Chancen sind von Paar zu Paar sehr unterschiedlich und von der jeweiligen Fruchtbarkeitsstörung, individuellen Gegebenheiten sowie vom Alter der Frau abhängig.

Die Kosten für Eizellenspende werden seit 2004 zu 50 Prozent von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen, einige gesetzliche und private Kassen übernehmen sogar komplett die Behandlung in einer Fertilitätsklinik. Allerdings ist die Kostenübernahme an bestimmte Voraussetzungen geknüpft:

  • Der Arzt muss einen Behandlungsplan vorlegen und von der Kasse genehmigen lassen.
  • Beide Partner müssen zu Beginn der Behandlung das 25. Lebensjahr vollendet haben.
  • Die Frau darf nicht älter als 40, der Mann nicht älter als 50 Jahre alt sein.

Die Kosten einer Kryokonservierung „überzähliger“ Eizellen und Spermien werden dagegen nicht übernommen. Auch unverheiratete Paare können im Übrigen rein gesetzlich eine In-Vitro-Fertilisation durchführen lassen, dafür müssen sie in einer stabilen Beziehung leben und keiner der Partner darf mit einem anderen verheiratet sein.

 

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Für viele Paare bleibt der Wunsch nach dem eigenen Kind ein Traum. Doch es gibt Hilfe durch die Eizellenspende. Mehr Informationen dazu über Ablauf, Vorraussetzungen und Losten jetzt beo arzt-check24.com!
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